Restaurant La Macarena in Las Palmas, Gran Canaria, Inneneinrichtung

Im „La Macarena“ essen, dann tanzen!

Hallo liebe Freunde der Kanaren und der spanischen Küche! Heute will ich mal einen kleinen Artikel über eine überraschende Entdeckung schreiben. Denn wir waren neulich im „La Macarena“ zu Gast und das kleine, niedliche Restaurant direkt an der Puntilla am Ende vom Canteras-Strand hat es verdient, mehr Sichtbarkeit zu bekommen.

Das Macarena beschreibt sich selbst als „Taller de Cocina“, also etwa Küchenwerkstatt oder -workshop. Sie nehmen Bezug auf eine frische Küche vom Markt (gleich nebenan) und geben ihr einen modernen Touch. Sie laden ein zum Dinner, zum Snacken oder Kaffee trinken mit besten Blick am Rande des Trubels. Kommt man etwa am Wochenende vom anderen Ende der Strandpromenande hat man spätestens hier keine Lust mehr auf Menschen und die Action – man will nur noch weg. Ein gelungener Rückzugsort ist hier aber nicht unbedingt die eigene Bude – sondern eben das ruhige Macarena!

Von außen nicht zu übersehen kurz vor der Puntilla am Canteras-Strand

Macarena und ruhig? Moment, da haben wir andere 90er Jahre Euro-Trash-Erinnerungen! Das Restaurant nimmt aber nicht Bezug auf das damals unvermeidbare „Tanz doch mit!“-One-Hit-Wonder. Aber worauf eigentlich? Wir nähern uns mal an…

Die Inneneinrichtung ist süß, einfach aber fein und angenehm schlicht. Ein Bezug zum Namen fällt nicht auf. Wir schließen somit mal die Referenz zur Marienfigur und dem Stadtteil aus Sevilla aus. Dort gibt es Nuestra Señora de la Esperanza Macarena (abgekürzt La Macarena – Unsere Liebe Frau der Hoffnung Macarena). Sie ist die Marienfigur der Semana Santa in Sevilla, aber Kreuze oder Marien sehen wir hier nicht. Die sehr nette Bedienung ist auf zack und angenehm, man spricht auch Englisch und erklärt uns schnell die Gerichte.

Leckerste Runzelkartoffeln nach Macarena-Art

Es gibt eine Reihe an netten Vorspeisen wie carpaccio oder ceviche, die klassischen Salate (César, Noruega mit Lachs, Griechisch oder a la Parisana – mit Ziegenkäse, Nüssen, Honig & Co. – hmmm) und ein paar Fleisch- und Fischgerichte. Wir freuen uns dann zum Beispiel sehr über die kleinsten runzelligen, vulkanisch schwarzen Kartoffeln mit einer super gomerischen almogrote – quasi der kanarischen Version von Obazda. Da können wir als Exil-Bayern auch nicht widerstehen! Oder die „tausend Schichten“ (milhojas) an Karotte mit karamelisierter zwiebel y Ziegenkäse. Sehr zu empfehlen! Oder gambas mit schön viel Knobi und Tunke in bester Qualität. Die „Mac“-Abteilung, also die Burger, haben wir zwar nicht probiert, wurden aber mehrfach von anderen Gästen gelobt. Apropos… wieso nochmal Macarena? Nudeln gibt es nicht auf der Karte…

Ungewöhnlich und sehr, sehr lecker!
Hmm, knoblauchlastig, aber leider geil!

… während wir gemütlich nach unserem Essen mit besten Blick auf den Strand und den Sonnenuntergang unseren cortado schlürfen, sinnieren wir drüber nach und sind pappsatt – für überraschend kleines Geld direkt am Touri-Eck. Tapas blieben unter 5€, Gerichte zwischen 7 und 10 €. Dazu der beste Service des jungen Teams und eine angenehm unaufgeregte, sympathische Stimmung, wo auch mal Küchenpersonal und Chefkoch rausschauen und rübergrinsen.

Bevor wir nun gesättigt und zufrieden über die verstopfte Promenade in die Nacht starten, fällt unser Blick nochmal auf die scheinbar zum Trocknen aufgehängten Clipboard-Menüs: die Burger-Abteilung heißt La BigMACarena! Der Chef Daniel Santana bestätigt das Wortspiel… die erste Idee zum Laden drehte sich um Bratlinge und die große Konkurrenz mit dem gelben „M“ und das spanische Wort für „Sand“ ist ja Arena. Haha! Wir sind aber froh, dass es hier jetzt nicht nur Burger, sondern eine gorßartige moderne Küche gibt! Wir ziehen weiter und tanzen vor Gaumenfreude. Aber hey, auch mal gerne ohne den Song im Ohr!

Kleiner Tipp: bei Facebook veröffentlicht das La Macarena eine wöchentlich wechselnde Karte zum Vorabeinsehen!

Hippe Holzclipbretter dürfen zwar nicht fehlen, hängen hier aber zum Trocknen…

 

Im „La Macarena“ essen, dann tanzen!
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